Dienstag, 17. Januar 2012

Wenn Jungs morgens plötzlich

nicht mehr die transparente Brotdose mit dem Rosastreifen, und wenn ich schreibe "Rosastreifen", dann meine ich lediglich die rosa Gummidichtung im transparenten Deckel, benutzen wollen und ich mir Kommentare wie: "Mama, die geht ja wohl gar nicht, das ist ja voll eine für Mädchen!"  anhören muss----hääähhh???

Oder wenn Jungs morgens an der Haustür rufen: "Ich hab noch was vergessen..." und dann volles Mett das Badezimmer mit Deoduft fluten, dannnnn------

Oder wenn so Kleidungsstücke wie Unterhemden, Winterschuhe, Schal und Mütze einfach nicht mehr existieren, und wie sollte man jemals auf die Idee gekommen sein, diese auch nur tragen zu können-----

Oder wenn Jungs einen abends um acht mit dem Spruch, während man selbst auf dem Sofa schon etwas durchhängt, empfängt "Und , was geht heute noch so???? ", während der selbige natürlich die Zeit von 16-20.00 Uhr genutzt hat, sich auf/im Bett erstmal gründlich auszuruhen, dann------

Ja, dann würde ich sagen

"Herzlich Willkommen in der Pubertät!

Und wir Bloggerfrauen/Mütter müssen einfach geduldig sein und ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen aufbringen, um es sich mit dem Spross nicht zu verderben. Schließlich ist es für pubertierende 13jährige wirklich nicht einfach, mit so einer ignoranten, unsensiblen, besserwisserischen Umwelt, sprich Eltern, umzugehen. Ein mehrmaliges gedankliches "Herr, sei mir gnädig!" mag da ein Zeichen von Verzweiflung sein, ist in Wirklichkeit aber eher eine Parole zum Durchhalten "Wir schaffen das!"

In diesem Sinne, verehrte Leserschaft, wer es noch vor sich hat, dem sag ich "Ach, so schlimm kanns nicht werden!" und alle, die es schon hinter sich haben "Wie lange dauerts noch????"

Pubertät ist keine Krankheit sondern ein Zustand und Zustände gehen vorbei! In bester Hoffnung,

Eure Rike

Kommentare:

  1. Mit einem 13-jährigen Sohn, teile ich deine Hoffnung! Irgendwer sagte mir mal, bei Jungen würde das nicht so schlimm....

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  2. oooooh ja, da kann ich dir auch ein lied von singen. allerdings habe ich zwei, er (fast 14) geht ja noch, aber meine tochter (12,5)könnt ich eben jeden tag auf den mond schießen. aber wie sagt man so schön ... augen zu und durch!

    stärkende grüße patti

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  3. Also ich habe zwei "Zicken" und die eine war schon mit 9 Jahren in der Vorpubertät und jetzt ist sie 15 Jahre. Was soll ich sagen es ist wie bei einer Achterbahnfahrt, ein ständiges Auf und Ab und von Null auf Hundert.
    Warte mal bis sie die erste Freundin nach Hause bringen, oh ja, da ist es pups egal was du dazu sagst. Meine Große hat ihrer ersten Freund auch schon angeschleppt, trotz schlechten Ruf des Jungen. Zum Glück hat sie schon nach ein paar Tagen gemerkt das er nichts für sie ist, puhhh. Ja, es kostet Nerven. Zum Glück ist die Kleine mit 11 Jahren da wesentlich einfacher und fast ohne Pubertätserscheinungen. Sie sagt sie sieht ja wie blöd das bei der Großen ist ;))

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  4. Willkommen :-)
    Wir haben zwar zwei Mädels ( 21 & 18) , bei beiden habe ich aber das Gefühl- es endet einfach nicht-


    Der Pubertist oder: Zeit der Entfremdung

    Ein Mensch, der wirklich schwierig ist,
    und das vermerk ich ohne Wonne,
    das ist und bleibt der Pubertist –
    einst war ich seine ganze Sonne…

    Mein Mann beruhigt mich stets: „Laß los!
    Auch dieses Alter gibt sich!“
    Doch ich frag mich: Was mach ich bloß
    Mit diesen fremden Einssechundsiebzig?

    Will ich was, hat er niemals Zeit.
    Die Zimmertür ist fest verriegelt.
    Ernst schaut er, ohne Heiterkeit,
    seine Lippen wie versiegelt.

    Sind seine Kumpel zu Besuch,
    hör ich ihn laut und herzhaft lachen.
    Liegt denn auf mir ein böser Fluch,
    bin ich auf mal ein mieser Drachen?

    Der Blick ist kühl, er macht ganz zu,
    ist wie die Türe ganz verschlossen.
    Wo ist mein offener Junge hin?
    Ach, wie hab ich den genossen…

    Jetzt ist da dieses große Trumm,
    samt Pickeln, Jeans und Überheblichkeit.
    Geht weg und schau sich nicht mal um –
    Ich denk: Jetzt ist es auch bei uns so weit.

    Ich nöl, er geht die Wände rauf,
    ich mecker und er knallt die Türe.
    Er räumt nun mal kein Zimmer auf,
    und ich werde zur Walküre.

    Ich will Gehorsam, bin voll Zorn,
    und er beharrt auf Eigen-Sinn.
    Vor Wut schwillt dann auch ihm das Horn,
    wir knallen's uns gegenseitig hin.

    Und wenn ich dann recht traurig bin,
    mag keine Mutter länger sein,
    mich frag: Wo führt das alles hin?
    Kommt er aufs Mal ins Zimmer rein.

    Steht krumm, so Marke „Eierdieb“:
    „Der Streit von vorhin tut mir leid!
    Ich hab dich eigentlich ganz lieb,
    und ich will nicht dauernd Streit!“

    Da weicht das Herz mir wie die Butter
    In der legendären Sonne.
    Da bin ich gerne wieder Mutter –
    und er ist wieder meine Wonne.

    Dann nehme ich ihn in den Arm –
    - er riecht schon wie ein Kerl nach Schweiß -
    Genieß den Pubertisten-Charme
    und denke: Fuffzehn! Watt’n Scheiß!


    Liebe Grüße

    Birte

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  5. Ach das kommt mir auch so bekannt vor,meiner ist allerdings auch erst zehn.Da liegt also noch eine lange Zeit vor uns.
    Herzliche Grüße und wie heißt es so schön,geteiltes Leid ist halbes Leid
    Andrea♥

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  6. Oh Ihr seid sooo lieb und danke für die aufmunternden Worte. Geteiltes Leid ist halbes Leid, gell? R.

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Ich freue mich riesig über Kommentare. Also hau in die Tasten! Eure Rike